Initiative Zukunftsvertrag

Presseerklärung des MWWK zur "Hochschulinitiative für gutes Studium und gute Lehre in RlP" vom 9. Dezember 2019 

Nächste Treffen:
Mittwoch, 12. Februar 2020, 14 Uhr, Forum 7, Raum 00-718 (Sitzungszimmer des Personalrats)

 

Die geplante Protestaktion am 16. Dezember vor dem Staatstheater wird verschoben.

 

"Wir,
die mehr als vierhundert
im Rahmen des Hochschulpakts
in Lehre und Verwaltung der Johannes Gutenberg-Universität
befristetet Beschäftigten
bauen darauf, dass der von der Bundes- und Landesregierung aufgelegte Zukunftsvertrag
ein Pakt auch für unsere Zukunft ist.

Das setzt voraus, dass

    • HSP-Stellen, auf denen Aufgaben wahrgenommen werden, die auf Dauer an den Instituten, den Hochschulen und in der Verwaltung der JGU anfallen, entfristet werden;
    • insbesondere LOB-Stellen, die notgedrungen wegen der Überlast in Lehre und Verwaltung zur Wahrnehmung von Daueraufgaben genutzt wurden, forgeführt und entfristet werden;
    • unbefristete Stellen geschaffen werden, um die Nachhaltigkeit der Vielzahl von innovativen und zukunftsorientierten Anstrengungen zu gewährleisten, die im Rahmen von LOB-Projekten unternommen wurden.

Das setzt aber auch voraus, dass
die entsprechenden Entscheidungen schnell getroffen werden

    • vor Ende 2019
    • vor Ende der Laufzeit unserer Verträge.

Nicht nur die JGU braucht diese Erwartungssicherheit. Unsere Familien und wir auch."

 

Um was geht es?

Mehr als vierhundert Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Johannes Gutenberg-Universität müssen zurzeit um ihre berufliche Zukunft bangen. Ihre Stellen sind mit Mitteln des Hochschulpakts und des Qualitätspakts Lehre finanziert – Bundes- und Landesfinanzierungen, die zum 31. Dezember 2020 auslaufen.

Zwar hat der Bund zusammen mit den Ländern mit dem ›Zukunftsvertrag Studium und Lehre stärken‹ ein Folgeprogramm beschlossen, jedoch keine festen Parameter zur Verstetigung von Stellen vorgesehen – die Länder können selbst darüber entscheiden.

Das Land Rheinland-Pfalz ist sich immer noch nicht klar darüber, wie die Mittel unter den rheinland-pfälzischen Hochschulen verteilt werden.

Auch ist nicht klar, ob das Land den vom Bund festgelegten Eigenanteil beisteuert oder, wie zu befürchten ist, anderweitig investiert.

Aufgrund dieser Entwicklungen ist derzeit davon auszugehen, dass die Mittel, die an die JGU ausgeschüttet werden, nicht reichen werden, um alle HSP/QpL-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeiter weiterzubeschäftigen. Wann die Betroffenen erfahren werden, ob es für sie an der JGU weitergeht, ist dabei zurzeit noch nicht absehbar – eine belastende Situation.

Die durch die beiden Pakte finanzierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter arbeiten in allen Bereichen der Universität: Sie lehren in den Fächern, sie schaffen in den Studienbüros die organisatorischen Rahmenbedingungen für das Studium, sie unterstützen Studierende bei Studienproblemen und der beruflichen Orientierung und vieles mehr. Das drohende Ende dieser Beschäftigungsverhältnisse würde nicht nur die verbliebenen Kolleginnen und Kollegen mit zum Teil erheblicher Mehrarbeit belasten, sondern einen massiven Qualitätsverfall in der Betreuung der Studierenden nach sich ziehen.

Es stellt sich die Frage, wie unter diesen Bedingungen eine Universität als Ausbildungsstätte noch zukunftsfähig sein kann.